Bionorica kompensiert Umsatz der Cannabis-Sparte

Neumarkt i.d.OPf., Düsseldorf, 06.03.2020 

Mit einer hohen Dynamik gegenüber dem Wettbewerb baut der Sinupret-Hersteller Bionorica, Marktführer für wissenschaftlich erforschte Naturarzneien, die Position in Deutschland und anderen Ländern aus. Auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf verkündete die Unternehmensgruppe heute einen um 7,3 Prozent auf 333,5 Millionen Euro gestiegenen Umsatz(3). International legte Bionorica, trotz negativer Entwicklungen in diversen Pharmamärkten, sogar um 10,75 Prozent im Umsatz auf 206 Millionen Euro zu.

Marktanteile der Bionorica-Präparate steigen weiter
„Mit diesen Ergebnissen befindet sich Bionorica weiter auf Erfolgskurs. Wir haben 2019 den Umsatz der Cannabis-Sparte mit unserem Kerngeschäft kompensiert und in allen Ländern Marktanteile dazugewonnen“, unterstreicht Prof. Dr. Michael A. Popp, Vorstandsvorsitzender und Inhaber der Bionorica SE. Beispiel Deutschland: Durch Absatz-Steigerungen bei Sinupret, Bronchipret, Imupret und Canephron konnte der Marktanteil im Phytomarkt auf 16,4 Prozent erhöht werden(4). „Allein von Sinupret, dem meistverkauften pflanzlichen Arzneimittel Deutschlands, setzten deutsche Apotheken 2019 mehr als 11 Millionen Packungen ab(5). Die Entwicklung all unserer Präparate hat dazu geführt, dass Bionorica das dynamischste und am schnellsten wachsende Unternehmen unter den Top 10 der deutschen OTC-Firmen ist(6)“, ergänzt Dr. Uwe Baumann, Head of Global Business der Bionorica SE.

 

Naturarznei auf Augenhöhe mit Antibiotikum
Zum Wachstum hat unter anderem die von Ärzten und Apothekern viel beachtete und international publizierte klinische Studie zu Canephron beigetragen. Die Studie belegt, dass die Naturarznei in der Therapie von akuten unkomplizierten Harnwegsinfektionen einem Antibiotikum nicht unterlegen ist(7). Bionorica leistet damit seinen Beitrag zur Einsparung von Antibiotikaverordnungen. Vor diesem Hintergrund legte Canephron 2019 sowohl in Deutschland als auch in Russland, Polen und Österreich deutlich im Apothekenabverkauf nach Absatz in Packungen gegenüber dem Vorjahr zu(8). Das Unternehmen hofft, dass auch die gerade erfolgte Aufnahme von Sinupret extract in die offizielle Therapierichtlinie "European Position Paper on Rhinosinusitis and Nasal Polyps“ (EPOS) der europäischen und internationalen HNO-Fachgesellschaften(9) für weitere Marktimpulse sorgen wird.

 

Forschung wird weiter ausgebaut
An diese Forschungserfolge möchte Bionorica anknüpfen. „Wir wollen in absehbarer Zukunft neue Medikamente zur Marktreife bringen, unter anderem in den Bereichen Metabolisches Syndrom, Lebergesundheit und Urologie“, so Prof. Popp. Weiter gestärkt wird daher das weltweit einmalige Naturstoffforschungszentrum Phytovalley® in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. Neben schon bestehenden eigenen Forschungsstätten und Kooperationen gründete der bayerische Unternehmer gemeinsam mit dem Land Tirol das „Michael-Popp-Forschungsinstitut für pflanzliche Wirkstoffforschung“, das im Januar 2020 eröffnet wurde. Im Fokus stehen neue Therapieansätze für Entzündungen, Stoffwechselerkrankungen und Krebs.


Eigenkapitalquote und Mitarbeiterzahl erneut gestiegen
Für das ambitionierte Forschungsprogramm ist Bionorica finanziell gut aufgestellt. So sichert die 2019 auf 83,8 Prozent gestiegene Eigenkapitalquote(10) das weitere organische Wachstum bankenunabhängig ab. 2020 plant der Naturarzneihersteller Investitionen in Höhe von fast 50 Millionen Euro. In der Neumarkter Unternehmenszentrale wird aktuell ein neues Bürogebäude errichtet, das Platz für zusätzlich rund 200 Mitarbeiter bieten wird. Infolge der Zunahme der Mitarbeiterzahl 2019 von plus 3,4 Prozent beschäftigte das Unternehmen zum Stand Jahresende 2019 weltweit 1.822 Mitarbeiter, davon mehr als die Hälfte in Deutschland(11). Neu hinzugekommen sind 70 Mitarbeiter in der Türkei mit eigenem Standort in Istanbul. In türkischen Apotheken sind bereits drei Bionorica-Präparate erhältlich, schrittweise werden weitere Produkte eingeführt. In Frankreich und Spanien ist der Markteintritt im nächsten Jahr geplant.